Thema: Hundeschule
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Alt 14.01.2008, 17:31
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Standard AW: Hundeschule

Hallo Bhoika !

Gut dass du dieses Thema Rassespezifische Hundeschulen bzw -treffs ansprichst.
Auch wenn dir eure Züchterin einen RTT empfohlen hat, was als Goldi Züchterin auch verständlich ist würde ich dir sehr gerne schnell die Nachteile eines solchen Treffs auflisten, die nicht wenige und durchaus begründet sind.

Eine Hundeschule, im speziellen eine Welpenspielstunde, so fängt man ja meistens an, hat den Sinn dass Welpen lernen mit Ihresgleichen umzugehen. Wie du sicherlich weißt gibt es Hunde heutzutage in allen verschiedenen Größen und Ausführungen (nenn ichs jetzt mal)..lange Schlappohren, natürliche Stummelrute, plattgedrückte Kopffront und so weiter. Vergleiche zB mal einen Mops mit einem Basset oder einer Dogge..rein optisch! Und dann stell dir mal vor wie wahnsinnig schwer es für Hunde ist allein die Körpersprache des anderes zu entschlüsseln. Genau das gilt es jedoch in Welpenspielstunden zu tun da dies später ein Teil des Alltags des Hundes sein wird. Beim Gassi gehen begegnen einem ja in der Regel auch die verschiedensten Hundetypen.

Ein anderer Punkt ist, dass eine Rasse auch oft die gleichen Charaktereigenschaften aufweisst. Zumindest noch im Welpenalter..
Ich nenn man das bekannteste Bsp..
Wenn ein stürmischer Labbi mit einer relativ kleinen Individualdistanz (Hierunter versteht man die Entfernung die unser Hund zulässt, bis er mit Aggression auf einen Reiz antwortet) auf einen anderen Labbi der ebenfalls eine kleine Individualdistanz aufweist, zustürrmt und ihn freudig und schwanzwedelnd umhaut sieht er das als normal an und wird diese "Taktik" auch bei anderen Hunden=anderen Rassen anwenden.
Ich nehme meinen eigenen Hund als Beispiel. Einen Border Collie Mix, welche bekanntlich einen sehr hohen Individualradius aufweisen und nicht so "auf Körperkontakt stehn" (im übertragenden Sinne). Dies wird dann auch sehr schnell deutlich, wenn sich ein Artgenosse zu nah ran traut.
Und das kann (in unserem Beispiel) der Labbi nur lernen wenn er von klein auf mit einem (in unserem Beispiel) Border Collie Kontakt hatte.

Fazit: Schon im Welpenalter sollte der Hund mit allen möglichen Arten von Hunden konfrontiert werden, auf keinen Fall nur mit seines gleichen, da hier die Körpersprache sowie das Empfinden sehr ähnlich ist.

Es gibt ja einige "Trends" von Welpenspielstunden. Geschlechtertrennung, Trennung von groß und kleinwüchsigen etc. Das ist aber alles nicht der Sinn der Sache. Der Welpe soll doch genau hier lernen wie er mit all diesen verschiedenen Hundetypen umgehen soll...damit das ganze kontrolliert von Statten geht, gibts ja uns Trainer


Zitat:
Zitat von Bhoika Beitrag anzeigen
Aber jeder sollte selber enscheiden was für sich und seinen Hund richtig und wichtig ist.
Das ist eigentlich richtig, da es keine Vorschriften (bzw die Vorhandenen gerne vergessen werden) gibt wie man Hunde zu halten und richtig zu erziehen und beschäftigen hat. Jedoch ist es nicht nur die Pflicht eines Hundetrainers, Hunde- und v.a. Welpenbesitzer "in die richtige Bahn zu lenken" sondern auch die eines jeden anderen Hundefreunds. Ich rede hier jetzt von den extrem Tierschutzwidrighandelnden Hundebesitzern..
Die meisten handeln ja nicht aus Bosheit oder Spaß an der Freude falsch, sondern einfach nur aus Unwissen.

Es ist quasi so: Ich habe jetzt versucht dich mit dem Wissen dass ich habe etwas aufzuklären, WAS du nun tust bleibt absolut dir überlassen
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~* Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit sie zu bekommen *~

Liebe Grüße
Anna & ...

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